So erstellst du eine Whiteboard-Animation, Schritt für Schritt

Sieben Schritte zur Whiteboard-Animation: eine Idee, ein Skript, ein Storyboard, Zeichnungen, Vertonung, Timing und Export. Von Hand, mit Software oder mit KI.

Vom Chasca-Team 4 Min. Lesezeit

Lieber schauen als lesen? Chasca hat dieses Video aus dem Artikel gezeichnet und vertont. Das Video ist auf Englisch vertont. Transkript lesen

So erstellst du eine Whiteboard-Animation: Wähle eine Idee, schreib ein kurzes Skript, teile es in Szenen auf, zeichne jede Szene, nimm die Vertonung auf, stimm jede Zeichnung auf das Wort ab, das sie benennt, und exportiere das Video mit Untertiteln. Jeden Schritt kannst du von Hand oder mit Whiteboard-Software erledigen, oder du überlässt das Ganze einem KI-Generator. Hier sind alle Schritte und was sich je nach gewähltem Weg ändert.

Schritt 1: Eine Idee und ein Publikum wählen

Der häufigste Fehler ist, alles erklären zu wollen. Schreib auf:

  • Wer zuschaut (eine neue Kollegin, ein Kunde, eine 6. Klasse).
  • Was das Publikum danach wissen soll, in einem Satz.
  • Wo geschaut wird (ein Handy im Hochformat, ein Laptop, eine Folie in einem Meeting).

Der letzte Punkt entscheidet über das Format: 16:9 für YouTube und Kurse, 9:16 für TikTok, Reels und Shorts, 1:1 für LinkedIn und Feeds.

Schritt 2: Das Skript schreiben

Das Skript erledigt den Großteil der Arbeit. Peile etwa 150 Wörter pro Videominute an und halte das Ganze unter sechs Minuten. Für eine einzelne Idee reichen ein bis zwei Minuten völlig.

Ein Aufbau, der fast immer funktioniert:

  1. Aufhänger (die ersten 10 Sekunden): eine Frage oder eine überraschende Tatsache.
  2. Die Idee, eingeführt über einen Vergleich aus dem Alltag.
  3. So funktioniert es, Schritt für Schritt.
  4. Ein echtes Beispiel.
  5. Eine Frage an das Publikum, eine kurze Pause, dann die Antwort in einem Satz.

Schreib fürs Ohr: kurze Sätze, Kurzformen, kein Fachjargon, bevor du ihn erklärt hast. Unsere Anleitung zum Schreiben eines Skripts für Erklärvideos enthält eine Vorlage zum Ausfüllen.

Schritt 3: Ein Storyboard aus Szenen anlegen

Teile das Skript in Szenen mit je einer Idee auf, meist 10 bis 30 Sekunden lang. Skizziere für jede Szene:

  • Eine Überschrift aus zwei bis fünf Wörtern.
  • Eine Handvoll Zeichnungen: nur Dinge, die im Sprechertext vorkommen. Eine Zeichnung, über die niemand spricht, ist Dekoration, und Dekoration kostet Aufmerksamkeit.
  • Pfeile, die zeigen, wie die Teile zusammenhängen.
  • Das Wort im Sprechertext, bei dem jede Zeichnung erscheinen soll.

Dafür reichen Haftnotizen an der Wand völlig.

Schritt 4: Die Szenen zeichnen

Hier trennen sich die drei Wege:

  • Von Hand: Zeichne auf einem echten Whiteboard oder auf Papier, während eine Kamera von oben filmt, und beschleunige die Aufnahme danach. Das wirkt authentisch, aber jeder Fehler heißt: neu zeichnen.
  • Mit Whiteboard-Software: Platziere Zeichnungen aus einer Bibliothek auf einem digitalen Board und stell bei jeder die Animation „Einzeichnen“ ein. Das ist flexibel, aber jede Zeichnung und jedes Timing setzt du von Hand.
  • Mit einem KI-Generator: Die Zeichnungen werden für dich ausgewählt und angeordnet, Szene für Szene, auf Basis des Skripts.

Egal, wofür du dich entscheidest: Halte die Zeichnungen einfach und kräftig. Sie sollten auch auf einem Handybildschirm gut erkennbar sein.

Schritt 5: Die Vertonung aufnehmen

  • Nimm in einem ruhigen Raum mit viel Stoff und weichen Möbeln auf (ein Kleiderschrank voller Klamotten ist ein klassisches Heimstudio).
  • Halte ein entspanntes Tempo, etwa 140 bis 160 Wörter pro Minute, mit einer kurzen Pause nach jeder Szene.
  • Sprich so, als würdest du einem Freund etwas erklären, nicht einem Publikum etwas vorlesen.

Kein Mikrofon oder keine Zeit? Text-to-Speech-Stimmen klingen inzwischen natürlich genug für die meisten Erklärvideos, auch in anderen Sprachen.

Schritt 6: Jede Zeichnung auf ihr Wort abstimmen

Mit diesem Schritt steht und fällt ein Whiteboard-Video. Jede Zeichnung sollte genau dann zu entstehen beginnen, wenn im Sprechertext das Wort fällt, das sie benennt: keine Sekunde früher und nicht fünf Sekunden später. Wenn Bild und Wort gleichzeitig ankommen, muss niemand den Bildschirm absuchen, und die Forschung zum sogenannten Cueing zeigt, dass das sowohl das Behalten als auch das Verständnis verbessert.

Von Hand heißt das: Du verschiebst im Schnittprogramm die Startzeit jeder Zeichnung, während du dir die Aufnahme anhörst. KI-Generatoren stimmen die Zeichnungen automatisch auf den Sprechertext ab.

Schritt 7: Untertitel hinzufügen und exportieren

  • Untertitel: Die meisten Social-Media-Videos werden ohne Ton angesehen. Brenne die Untertitel also ins Bild ein oder füge eine Untertiteldatei bei (SRT oder VTT).
  • Export: MP4 im Seitenverhältnis aus Schritt 1.
  • Abspann: deine Frage und ein Fazit in einem Satz, keine Wand aus Logos.

Der schnellste Weg: KI übernimmt die Schritte 2 bis 7

Bei Chasca gibst du ein Thema in einem Satz ein oder fügst ein PDF, eine Präsentation oder einen Link ein. Chasca schreibt das Skript, erstellt das Storyboard, zeichnet jede Szene Strich für Strich synchron zum Sprechertext und fügt Untertitel hinzu, meist in etwa einer Minute. Dann übernimmst du den Teil, den nur du erledigen kannst: die Kontrolle. Passt eine Zeile nicht, korrigierst du deinen Prompt oder dein Dokument und erstellst das Video in etwa einer Minute neu; Untertitel, Stil und Musik änderst du kostenlos.

Weg Zeit für eine Minute Video Nötige Fähigkeiten Leicht zu aktualisieren?
Von Hand, gefilmt Ein Tag oder mehr Zeichnen, Filmen, Schneiden Nein: neu zeichnen und neu filmen
Whiteboard-Software Mehrere Stunden Skript, Timing, Stimme Teilweise
KI-Generator Etwa eine Minute plus deine Prüfung Wissen, was du sagen willst Ja: in einer Minute neu erstellt

Egal, welchen Weg du wählst: Die Regeln aus den Schritten 1 bis 3 zählen am meisten. Eine klare Idee, ein straffes Skript und eine Idee pro Szene ergeben in jedem Tool ein gutes Video.

Einen Vergleich der Tools für jeden Weg, von VideoScribe und Doodly bis zu KI-Generatoren, findest du in unserem Überblick über die besten KI-Generatoren für Whiteboard-Videos.

Transkript zum Video Der Sprechertext des Erklärvideos oben (1:03).

Picture sticky notes on a wall: one idea per note, in order. Want to make a whiteboard animation? Pick one idea and one viewer, write a short script, then split it into scenes. Plan a few drawings per scene, each tied to a word you'll say.

Draw by hand, use whiteboard software, or use an AI generator. Record your voice somewhere quiet; a wardrobe full of clothes works. Start each drawing as you say the word that names it. Like those sticky notes, pictures arrive in order, so viewers don't hunt around the screen.

Add captions and export in the format you picked for your viewer. Chasca can handle steps 2 to 7, usually in about a minute; you check and edit. What makes the drawings easier to follow? Each drawing appears when its named word is spoken.

Häufige Fragen

Ein Skript, einfache Zeichnungen, eine aufgenommene Stimme und eine Möglichkeit, jede Zeichnung zeitlich auf die Worte abzustimmen. Von Hand heißt das: ein Whiteboard, eine Kamera und Schnittsoftware. Mit Whiteboard-Software brauchst du das Programm und ein Mikrofon, mit einem KI-Generator nur einen Prompt oder ein Dokument.

Von Hand oder mit Drag-and-drop-Software dauert ein ausgefeiltes einminütiges Video meist mehrere Stunden bis einige Tage, die meiste Zeit davon für Skript, Zeichnungen und Timing. Ein KI-Generator für Whiteboard-Videos erstellt eine erste Version in etwa einer Minute, die du dann bearbeitest.

Ja. Du kannst dich mit dem Handy filmen, während du auf einem echten Whiteboard zeichnest, und mehrere Tools haben kostenlose Tarife. Bei Chasca sind deine ersten zwei Videos kostenlos, jeweils bis zu einer Minute lang, mit einem kleinen Wasserzeichen und ohne Kreditkarte.

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